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Am Abgrund
Der Alptraum nach dem Überleben
Die Geschichte eines Gewaltverbrechens und dem,
was danach kam ...
jährlich werden in Deutschland fast 200.000 Gewaltdelikte
verübt. Einige enden für die Opfer tödlich, andere
lassen langdauernde körperliche und seelische Schäden
zurück, von finanziellen Einbußen und dem Verlust an
Lebensqualität gar nicht zu reden. Opferschutz und Opferhilfe
- eigentlich selbstverständliche gesellschaftliche und staatliche
Verpflichtungen - sind immer noch unzureichend. Besonders beschämend
ist, dass das Leid vieler Betroffener mit der Tat und ihren unmittelbaren
Folgen noch lange nicht zu Ende ist. Polizei, Justiz, Medien sowie
Versicherungen und andere Leistungsträger tragen teils unabsichtlich,
teils billigend dazu bei, das Leben nach dem Überleben noch
zu erschweren.
Da das Schicksal von Verbrechensopfem ein für Politik, Rechtswesen
und Öffentlichkeit unbequemes und beunruhigendes Thema ist,
werden ihre vieltausendfachen Leiden gerne verdrängt und bagatellisiert
bzw. auf blut? und seelenlose Statistiken reduziert.
Das vorliegende Buch will dem entgegenwirken. Es schildert anhand
eines authentischen Einzelfalles die Leidensgeschichte einer jungen
Frau, die von einem geisteskranken Rückfalltäter schwer
verletzt wurde und seitdem einen zeitweise fast aussichtslos erscheinenden
Kampf um Rehabilitierung und Wiedergutmachung führt.
Ungeachtet der hier beschriebenen und teilweise skandalösen
Vorgänge sollen damit Opfer von Gewaltverbrechen ermutigt werden,
sich nicht mit deprimierenden Gegebenheiten und Beschwichtigungen
abzufinden, sondern aktiv an einer Verbesserung der Opfersituation
mitzuwirken.
Monika Sieger / Dr. Kiefl, Walter: Am Abgrund
Der Alptraum nach dem Überleben
Taunusstein: Escritor Verlag 2004, 247 S.;
Preis: 19,95 Euro (978-3-934708-18-1)
Leseprobe
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