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Eine Leseprobe aus:
Erotischen Phantasien
(Walter Kiefl)
EINFÜHRUNG
Die "Erotischen Phantasien" sind das Gemeinschaftswerk
einiger Fachleute und zahlreicher aufgeschlossener, mutiger und
tabuloser Interessenten, wobei die meisten der Letztgenannten aus
verständlichen Gründen anonym bleiben wollen. Vor allem
ihre Beiträge (Abschnitte 1, 4 und 5) machen den besonderen
Wert dieser Anthologie aus. Durch ihre Beteiligung an der Befragung,
durch die Zusendung ehrlicher und umfangreicherer Schilderungen
und durch ihr Engagement bei Gruppendiskussionen haben sie dieses
Buch möglich gemacht. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt,
nicht nur für ihren Einsatz und Mut, sondern auch für
ihre Geduld, war doch ursprünglich der Sommer 2003 als Erscheinungsdatum
vorgesehen. Finanzielle Probleme und die dadurch mitbedingte Notwendigkeit,
die Arbeit an diesem relativ kostenintensiven Projekt immer wieder
zugunsten bezahlter Aufträge zu unterbrechen, sind dafür
verantwortlich.
Den Anfang machen Erfahrungen von Personen, die sich eher mittelbar
(Autor von Pornoromanen, Prostituierte) mit erotischen Phantasien
beschäftigen bzw. sich aufgrund eigener, mehr oder weniger
leidvoller Erfahrungen Gedanken darüber gemacht haben. Der
zweite, mehr theoretisch ausgerichtete Abschnitt beleuchtet einzelne
psychologische und sozialwissenschaftliche Aspekte dazu und der
3. Abschnitt die Auswertung und Ergebnisdarstellung unserer eigenen
schriftlichen Befragung. Die konkreten Schilderungen finden sich
im vierten und fünften Kapitel.
Unser Buch erhebt weder den Anspruch einer erschöpfenden Beschreibung
der unterschiedlichen Arten erotischer Phantasien noch einer wissenschaftlichen
Analyse. Es handelt sich dabei aber auch nicht ? vielleicht zur
Enttäuschung mancher Interessenten ? um ein "erotisches
Lesebuch". Liebhaber dieses Genres werden geeigneteres Material
z.B. in den eingeführten Taschenbuchreihen finden (*1). Stattdessen
haben wir uns bemüht, im Anschluss an einige grundlegende Gedanken
authentische Vorstellungen und Wünsche auf dem Gebiet der Erotik
und Sexualität zu sammeln und diese weitgehend unkommentiert
für sich selbst sprechen zu lassen.
München, Juli 2006
Walter Kiefl
Elisabeth Soussaine
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