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Monika Adolph Leen Aloh Werner Betz Anneliese Blacha Melanie Buhl Dorothea Christian Richard Erren Dirk Gerhardt Dietrich W. Grobe Hartmut Grosser Ingrid Hammer Brigitte Isensee Friedesine Strüver Walter Kiefl
Hella Lach Norbert Lang Johanna G. Lenz Sarina M. Lesinski Gerhard Ludwig Barbara Merten Alexandra Pfister Ralph Schneider Michaela Schreier Gudrun Strüber Manuela Tietsch Michael Touma H. D. Viel Dagmar Westphal

Michaela Schreier Anneliese Blacha H. Dieter Viel Gudrun Strüber Alexandra P. Pfister Johanna Gerlinde Lenz Walter Kiefl Ingrid Hammer Hartmut Großer Leen Aloh Hella Lach Melanie Buhl Dietrich W. Grobe Siegfried Eisfeld Michael Touma Manuela O. Tietsch Ralph Schneider Hanna Jüngling Dagmar Westphal Gerhard Ludwig Dorothea Christian Sarina  M. Lesinski Dirk Gerhardt Norbert Lang Monika Adolph

 

 

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Zu allen Jahreszeiten
Geh´ich diesen Weg


Das Haiku ist die kürzeste lyrische Form der japanischen Literatur. Es beruht auf strengen traditionellen Regeln, die sich nur annähernd in einen fremden Kulturkreis und in eine fremde Sprache umsetzen lassen.
Das Haiku besteht aus drei Wortgruppen zu fünf - sieben - fünf Silben und bezieht sich auf ein Bild aus der Natur und auf eine Jahreszeit. Durch die Beschränkung im Ausdruck führt es zur Verinnerlichung und lässt verborgene Zusammenhänge im Leser anklingen. "Im Haiku wird das Unsagbare durch das Ungesagte gesagt" (Wohlfart, Günter: Zen und Haiku, Stuttgart: Reclam 2000, Seite 106; ISBN: 3-15-009647-2).

Ingrid Hammer hat - ausgehend von ihren Erfahrungen mit dem Zen-Buddhismus - Augenblicke des täglichen Lebens beobachtet und ihren Eindruck in wenigen Worten anschaulich dargestellt, dabei einem inneren Rhythmus folgend. "Das Haiku nimmt so viel wie möglich Worte zwischen dir und den Dingen weg" (s.o.).

Einige Texte dieser Sammlung nähern sich dem Senryu, einer jüngeren Form des Haiku, die von den strengen Regeln abweicht, indem sie alle Themen des Lebens zulässt. Auch das Tanka ist zu finden, eine sehr alte Gedichtart, bestehend aus Oberstollen (siebzehn Silben) und Unterstollen (vierzehn Silben). Aus ihm ist das spätere Hokku oder Haiku entstanden, indem man den Unterstollen wegließ.

Mit der Auswahl ihrer Kurzgedichte hat Ingrid Hammer ein ansprechendes Bändchen zusammengestellt, an dem die Leser gewiss ihre Freude haben werden.

Johanna Gerlinde Lenz

 

Ingrid Hammer:
Zu allen Jahreszeiten Geh´ich diesen Weg. Bilshausen: Fabuloso Verlag Gudrun Strüber 2003, 95 S.;
Preis 16,80 Euro (978-3-935912-05-1)

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Dr. Walter Kiefl