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Buchmesse in Leipzig 2012
Erstbesuch der Leipziger Buchmesse Ein persönliches
Erweckungserlebnis
Bericht von Richard Erren
Nach telefonischer Beratung durch Gudrun Strüber und einem
Gespräch mit Dorothea Christian stand fest: Ich würde
zur Leipziger Buchmesse fahren und an allen Tagen die Messe besuchen.
Völlig ahnungslos, was mich erwarten würde, fühlte
ich doch eine innere Freude. Die positiven Berichte hatten mich
sehr neugierig gemacht hatten.
Am ersten Messetag fuhr ich mit Gudrun und Manfred Strüber
zur Messe, um den Weg kennenzulernen. Damit ergab sich auch die
Möglichkeit, gleich zu Messebeginn an einen Vortrag von Gudruns
Favoriten Christian Anders teilnehmen zu können.
Dieser erwies sich im Vorfeld als locker, freundlich und zugewandt.
Er hielt in sehr professioneller Weise einen Vortrag über das
Buch des Lichts. Kernaussage war, dass wir aus dem Zeitalter der
Fische (dem Zeitalter des Glaubens) nun in das des Wassermanns (das
des Wissens) gelangt sind. Dass ich nebenbei noch die
Aufgabe übernahm, seinen Vortrag mit seiner eigenen Videokamera
komplett zu filmen, war genauso unerwartet, wie alles Weitere, das
während der nächsten Tage auf mich einstürmte.
Nicht nur, dass die Vielzahl der Buchpräsentationen aus allen
möglichen Genres mich extrem beeindruckte. Witzige oder provokante
Titel luden dazu ein, sich näher mit dem jeweiligen Buch zu
befassen (Beispiel: Nichts werden kann sehr anstrengend sein
(Vom Leben zwischen Praktika und temporären Arbeitsverträgen).
Auch die Anwesenheit praktisch aller namhaften Fernseh- und Rundfunksender
war für mich zunächst überraschend. Als geradezu
überwältigend empfand ich jedoch die Vielzahl der Angebote
und die Breite des Themenspektrums in Bezug auf Lesungen, Buchpräsentationen,
Vorträge zu aktuellen Themen und Konzerten. Eine geradezu unglaubliche
Fülle wurde im Rahmen der Aktion LEIPZIG LIEST
sowohl auf dem Messegelände als auch im Stadtgebiet von Leipzig
während des gesamten Messezeitraums angeboten. Angefangen mit
Öffnung der Messe um 10.00 Uhr gab es praktisch im halbstündigen
Takt jeweils bis zu 25 und mehr Angebote. Dabei reichte das Spektrum
von Vorträgen in theoretischer Physik (Beispiel: Zeitreisen-Gravitation
trifft Quantenphysik) über Buchpräsentationen bekannter
und teils auch bedeutender Persönlichkeiten (Beispiel: Egon
Bahr Ostwärts und nichts vergessen!) bis zur Lesung
mit anschließendem Interview eines ehemaligen Dschungelcamp-Teilnehmers
(ein Beispiel erspare ich uns). Schon der minimale Bruchteil des
Angebotes, an dem ich teilnehmen konnte (4-6 Veranstaltungen pro
Tag), vermittelte mir das Gefühl in einen Kultur-, Bildungs-
und Informations-Tsunami einzutauchen und dieses Taucherlebnis
mit allen Sinnen genießen zu können.
Eine wahrhaft wunderbare Erfahrung und der Auslöser der Entscheidung
in Zukunft möglichst jedes Jahr diese Messe zu besuchen (soweit
Gesundheit und persönliche Situation es zulassen). Ebenso inspirierend
waren die vielen persönlichen Begegnungen mit anderen interessierten
Besuchern und die Creativo-Lesung im Lese-Café Shakunda mit
seiner wunderbaren Atmosphäre, die leider nur wenige Zuschauer
bzw. Zuhörer anzog.. Dass ich diese Lesung mit einigen zur
Gitarre vorgetragenen Liedern begleiten konnte, hat mich mit großer
Freude erfüllt.
Eine besondere Erfahrung bot noch der Samstag. Aufgrund der Vielzahl
der Besucher war ein freies Bewegen zwischen den Messeständen
fast unmöglich. Man konnte sich nur in den Menschenstrom einordnen,
der sich in die selbst gewünschte Richtung bewegte und sich
mittreiben lassen. Da war es gut, dass sich einige von uns entschlossen
hatten, die Lesung unseres Kollegen Norbert Lang aus seinem New
York Reiseführer zu besuchen, die dieser im Rahmen des
Programms Leipzig liest in der Galerie Artescena
in der Georg-Schwarz-Straße durchführte.
Der Besuch der Leipziger Buchmesse ist mit Sicherheit eines meiner
besonderen Erlebnisse in diesem Jahr und wird bestimmt wiederholt
werden.
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