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Monika Adolph Leen Aloh Werner Betz Anneliese Blacha Melanie Buhl Dorothea Christian Richard Erren Dirk Gerhardt Dietrich W. Grobe Hartmut Grosser Ingrid Hammer Brigitte Isensee Friedesine Strüver Walter Kiefl
Hella Lach Norbert Lang Johanna G. Lenz Sarina M. Lesinski Gerhard Ludwig Barbara Merten Alexandra Pfister Ralph Schneider Michaela Schreier Gudrun Strüber Manuela Tietsch Michael Touma H. D. Viel Dagmar Westphal

Michaela Schreier Anneliese Blacha H. Dieter Viel Gudrun Strüber Alexandra P. Pfister Johanna Gerlinde Lenz Walter Kiefl Ingrid Hammer Hartmut Großer Leen Aloh Hella Lach Melanie Buhl Dietrich W. Grobe Siegfried Eisfeld Michael Touma Manuela O. Tietsch Ralph Schneider Hanna Jüngling Dagmar Westphal Gerhard Ludwig Dorothea Christian Sarina  M. Lesinski Dirk Gerhardt Norbert Lang Monika Adolph

 

 

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Eine Leseprobe aus:
Unterirdische Mysterien
(Werner Betz)

Auch in Deutschland gibt es in bzw. unter vielen Städten Systeme von unterirdischen Gängen. Ihre Entstehung wird in der Regel ins Mittelalter datiert und sie sollen angeblich den Zweck gehabt haben, Menschen im Schutze des Erdreichs von einem Ort zum anderen gelangen zu lassen. In vielen Städten sind sie nicht mehr zugänglich und bei der Bevölkerung zum Teil schon in Vergessenheit geraten. In Oppenheim am Rhein aber kann man noch heute Reste eines besonders ausgeprägten Gangsystems besichtigen. In mehreren Etagen übereinander wurden dort die unterirdischen Räume angelegt und man ist heute gezwungen, sie zu erkunden und zu vermessen. 1984 stürzte eine ganze Häuserzeile ein, zwei Jahre später versank ein Polizeiauto unversehens zur Hälfte im Untergrund und allein in den vergangenen zwanzig Jahren waren die Straßen des Städtchens an nicht weniger als dreißig Stellen eingebrochen.

Die Ursprünge der Anlage liegen im (mittelalterlichen?) Dunkel der Geschichte, doch sie wurde immer wieder neuen Nutzungen zugeführt. Noch während des zweiten Weltkrieges dienten die Gänge als Schutzräume, in Friedenszeiten funktionierte man die Katakomben zu Weinkellern um und heute ist man dabei, sie als touristische Attraktion zu erschließen. Doch wer hat wann und zu welchem Zweck die Tunnel gegraben? Gibt es trotz des großen zeitlichen Abstandes Parallelen zu den Systemen an anderen Orten der Erde?

Bei meiner Besichtigung im April 1998 wurde ich mit einer Gruppe von Besuchern zunächst in den sogenannten „Eiskeller“ geführt. Es handelt sich dabei um einen Gang, der von der Straße aus etwa 120 Meter in den Berg hineinführt und dessen tiefste Stelle sich rund vierzig Meter unter der Erdoberfläche befindet. Ich hörte bei der Gelegenheit, daß es sich hierbei um einen Gang handelt, der ehemals vom Hafen zur Burg führte. Eine sinnvolle Einrichtung, man konnte also beim Entladen der Schiffe die Waren im Schutz des Ganges auf dem kürzesten Weg an ihren Bestimmungsort bringen. Erst als im 17. Jahrhundert der Gang nicht mehr für diesen Zweck genutzt wurde, begann man, darin im Winter Eis einzulagern, das dann im Sommer zur Kühlung von Speisen und Getränken verwendet wurde. Während des zweiten Weltkrieges waren in dem Gang Kunstschätze aus der Oppenheimer Katharinenkirche sowie Teile der Sammlung des Hessischen Landesmuseums in Darmstadt eingelagert, um sie bei Luftangriffen zu schützen. Eigentlich wäre durch diese Erkenntnisse dem „Eiskeller“ jeglichen geheimnisvollen Flairs beraubt. Aber so einfach ist die Sachlage offenbar nicht. Kurz vor dem Ende des Ganges stampfte unser „Fremdenführer“ Volker Gillot, Inhaber einer Sektkellerei und Inhaber des Nutzungsrechtes für den Gang, mit den Füßen fest auf den Boden. Es klang hohl, Hinweis auf einen darunterliegenden Hohlraum. Also gibt es weitere, nicht erforschte Tunnel und Räume unter dem, in dem wir gerade standen. Indizien für verborgene Geheimnisse – Volker Gillot hatte auch hierfür eine Erklärung.

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Dr. Walter Kiefl