|
|
Leseprobe aus:
Zauberhaftes New York Streifzüge durch die
Weltmetropole von Norbert Lang
Die verborgenen Edelsteine New Yorks.
Eine milde Nacht, vom Mond durchflutet, steile Treppen die an Paris
erinnern. Steigt man hinauf öffnet sich ein weit ausgreifender
Park am Harlem River. Umgeben von Wasser, Hügeln und Hochhäusern,
mit all den Lichtern, lassen ein Gefühl auftauchen als sei
man in Italien. Das ist New York wie es einst war und heute noch
ist.
Sich auf die Pfade abseits der Highlights zu begeben, führt
u. a. nach Inwood an der nördlichen Spitze Manhattans - dorthin
wo der Broadway endet. Man entdeckt Jahrtausende alten Marmor, ein
historisches Kloster, das gänzlich aus Europa stammt und eine
Gegend, in der oft nur Spanisch gesprochen wird, z. B. in einem
Coffee Shop; doch es ist die Verständigung mit den Herzen,
die die Menükarte gemeinsam lesen lässt
Leseproben von Leser/innen ausgewählt:
Matthias Wetzstein - Berlin
Der erste Abend, die erste Nacht in einem mehrstöckigen
Wohngebäude an der Ellwood Street/Nagle Avenue. Rob zeigt mir
das weit ausgreifende Flachdach, zum Rumspazieren und sich aufhalten;
werfen einen Blick auf das Strassenleben, der Turm von The
Cloisters vor einem sowie die charakteristischen Feuerleitern
(fire escape*). Sie sind schmal, eine Gitterkonstruktion, wo man
kerzengerade von oben nach unten durchschaut. Ein Gefühl wie
bei einem freiem Fall und doch sicher.
Wir sind sie dann - für mich das erste Mal, am Gebäude
hinunter geklettert, anfangs etwas mulmig im Bauch; vorbei an Blumentöpfen,
die vor anderen Fenstern stehen. Einblicke in andere Wohnungen werden
möglich und beginnt sich ein bisschen wie ein Voyeur zu fühlen.
Andererseits tauchen da Erinnerungen auf, an jene Zeiten der Jahrhundertwende
als die Lower East Side (Kleindeutschland) übervölkert
gewesen ist und die Menschen auf engstem Platz in sog. Tenements*
gewohnt haben; die Feuerleitern verlängerten den Wohnraum nach
draussen, das Leben spielte sich dort ab wie insgesamt auf der Strasse.
Jacob A. Riis hat dies fotografisch dokumentiert.
Anja Beckerle - Donaustauf
Zurück ins Hotelzimmer des Jahres 1979: Roland
wir müssen die Fenster zumachen - es ist kalt hier drin
da
dämmerte es mir dass es gar nicht kalt sein konnte, denn in
den Strassen war es schwül heiss, doch die Air Condition lief
auf Hochtouren. Die ersten Schritte aus der Lobby nach draussen
auf den warmen Asphalt Richtung Times Square. Die Wolkenkratzer
scheinen überdimensional in die Höhe zu ragen, ein Feuerwehreinsatz
am Abend, lange Leitern die nach oben ausgefahren werden. Es ist
wie im Film und doch real, vor eigenen Augen.
zurück
|