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"Oben ohne"
oder das unsichtbare Kostüm
Eine Untersuchung über Motive und Ursachen der Liberalisierung
der Bademode und über die Wahrnehmung, Befolgung, Übertretung
und Sanktionierung diffiziler Regeln der tolerierten Enthüllung.
Das sich seit Ende der 60er Jahre in größerem Umfang
durchsetzende Baden ,,oben ohne“ lässt sich als Ausdruck
eines sozialen, gesellschaftlichen, bewusstseinsmäßigen
und sexuellen Wandels begreifen. Mittlerweile scheint eine Gewöhnung
an eine zunächst bekämpfte Neuerung stattgefunden zu haben,
doch wird bei näherer Betrachtung deutlich, dass es sich dabei
nur um eine begrenzte Akzeptanz handelt. Ergebnisse von Interviews,
Beobachtungen und Feldexperimenten vermitteln ein differenziertes
Bild der entsprechenden gesellschaftlichen Einstellungen und Reaktionen,
wird doch hinter einer nur vordergründigen Liberalisierung
ein komplexes System von zugemuteten und verinnerlichten Einschränkungen
und Grenzen (räumlich, sozial, situational) sichtbar, deren
Nichtbeachtung mehr oder weniger subtile Sanktionen nach sich ziehen
kann.
Die Arbeit befasst sich u. a. mit:
- Ursachen und Motiven der gesellschaftlichen Ächtung
von Nacktheit in der Öffentlichkeit;
- Der weiblichen Brust zwischen Begierde und Abscheu;
- Der Enttabuisierung und Banalisierung des unbekleideten
Körpers;
- Motiven und Argumenten für und gegen ,,oben ohne“;
- Der informellen ,,Oben ohne“- Etikette am Strand und im
Bad.
Dr. Kiefl, Walter/Marina Marinescu: Oben ohne"
oder das unsichtbare Kostüm.
Versuch einer halbherzigen Befreiung
Taunusstein: Escritor Verlag, 2. völlig neubearbeitete Auflage
2003, 301 S.;
Preis: 22,95 Euro (978-3-934708-20-4)
Leseprobe
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