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Monika Adolph Leen Aloh Werner Betz Anneliese Blacha Melanie Buhl Dorothea Christian Richard Erren Dirk Gerhardt Dietrich W. Grobe Hartmut Grosser Ingrid Hammer Brigitte Isensee Friedesine Strüver Walter Kiefl
Hella Lach Norbert Lang Johanna G. Lenz Sarina M. Lesinski Gerhard Ludwig Barbara Merten Alexandra Pfister Ralph Schneider Michaela Schreier Gudrun Strüber Manuela Tietsch Michael Touma H. D. Viel Dagmar Westphal

Michaela Schreier Anneliese Blacha H. Dieter Viel Gudrun Strüber Alexandra P. Pfister Johanna Gerlinde Lenz Walter Kiefl Ingrid Hammer Hartmut Großer Leen Aloh Hella Lach Melanie Buhl Dietrich W. Grobe Siegfried Eisfeld Michael Touma Manuela O. Tietsch Ralph Schneider Hanna Jüngling Dagmar Westphal Gerhard Ludwig Dorothea Christian Sarina  M. Lesinski Dirk Gerhardt Norbert Lang Monika Adolph

 

 

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Eine Leseprobe aus:
Als Roringen noch ein Dorf war
(Johanna Gerlinde Lenz)


Seite 39

Das Gewitter

Den ganzen Tag war es schwül gewesen. Schon seit dem Morgen hatte der Himmel gedroht, und ab und zu hörte man es donnern, mal näher, mal ferner. Gegen Abend nun baute sich im Osten eine tiefschwarze Wand auf. "O je", sagte Mutter, "nun kommt es doch! Gewitter vom Osten sind gefährlich." Sie schloss alle Fenster im Haus, und sie hielten sich
in der kleinen Stube neben der Küche auf. Mutter drehte das Licht in der Lampe über dem Tisch an, denn es wurde dunkle Nacht, obwohl es noch nicht die Zeit war. Das Grollen kam immer näher, sogar die Tiere wurden unruhig. Die Hühner hatten vorzeitig ihren Stall aufgesucht, und die Katze miaute vor der Tür und wollte eingelassen werden. Carolin nahm sie auf den Schoß und streichelte sie. Sie hatten beide Angst. Da, ein greller Blitz und gleich darauf ein lauter Donnerschlag! Carolin ließ die Katze los und hielt sich die Ohren zu. Dann zuckte ein Blitz nach dem anderen nieder, dicht gefolgt von harten Donnerschlägen. Mutter sagte: "Es ist ganz nah, warum regnet es nur nicht?". Plötzlich ein furchtbarer Knall! Funken sprühten aus der Lampe, die Glühbirne zersprang. Kein Licht mehr im Haus, nur das der schrecklichen Blitze! Carolin fing an zu weinen und klammerte sich an die Mutter. Vater sagte: "Ich glaube es ist besser, wir gehen in den Klassenraum, da ist es für uns sicherer. Blitzableiter gibt's ja nicht."

Mutter suchte eine Kerze und zündete sie an. Da kam der Nachbar herüber, um nach ihnen zu sehen. Er meinte auch, es sei sicherer in der Klasse. Nun standen sie da und sahen mit Bangen demToben des Gewitters zu. Es schien über dem Dorf hängen bleiben zu wollen. Wieder fuhr ein blendendheller Blitz mit einem ungeheuren Schlag hernieder. "Jetzt hat es eingeschlagen!" sagte der Vater. "Da", rief Mutter aufgeregt und zeigte zum linken Fenster," da hinten wird es rot!". Der Nachbar stürzte auf die Straße und rief laut: "Feuer, Feuer!", und lief ins Dorf. Vater rannte hinterher. Jetzt regnete es endlich, aber nicht genug ,um das Feuer zu löschen. "Es ist der große Bauernhof hinter den Gärten," sagte Mutter........

 

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Dr. Walter Kiefl