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Monika Adolph Leen Aloh Werner Betz Anneliese Blacha Melanie Buhl Dorothea Christian Richard Erren Dirk Gerhardt Dietrich W. Grobe Hartmut Grosser Ingrid Hammer Brigitte Isensee Friedesine Strüver Walter Kiefl
Hella Lach Norbert Lang Johanna G. Lenz Sarina M. Lesinski Gerhard Ludwig Barbara Merten Alexandra Pfister Ralph Schneider Michaela Schreier Gudrun Strüber Manuela Tietsch Michael Touma H. D. Viel Dagmar Westphal

Michaela Schreier Anneliese Blacha H. Dieter Viel Gudrun Strüber Alexandra P. Pfister Johanna Gerlinde Lenz Walter Kiefl Ingrid Hammer Hartmut Großer Leen Aloh Hella Lach Melanie Buhl Dietrich W. Grobe Siegfried Eisfeld Michael Touma Manuela O. Tietsch Ralph Schneider Hanna Jüngling Dagmar Westphal Gerhard Ludwig Dorothea Christian Sarina  M. Lesinski Dirk Gerhardt Norbert Lang Monika Adolph

 

 

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Als hätten sie ein Ziel

Ein Zug fährt ein,
ein Zug fährt ab.
NichtsBesonderes.
Von der Böschung
prasselt das
Zyklamen-Pink
der Weidenröschen
gegen die Retina.


Ingrid Hammer gehört zu jenen Schriftstellern, die an Utopien glauben. Eine Seltenheit in unserer Gesellschaft, in der die Werbung die Literatur ins Abseits drängt und der Videoclip die Utopie schlechthin ist.
In dem Erzählband "Als hätten sie ein Ziel. .." unternimmt Ingrid Hammer eine Fahrt nach Berlin, es ist aber gleichzeitig eine innere Reise, in der die Realität und das Selbst reflektiert werden. Und kraft ihrer Beobachtungsgabe entziffert sie den Geist der Zeit in den Gesichtern der Menschen, in der Architektur der Häuser und in den Plakaten an den Wänden. Trauer, Wut und Ängste sind die Gefühle, die sie dabei befallen. Sie greift moralische Themen auf, ohne moralisierend zu sein.
Spätestens beim zweiten und dritten Lesen der Texte entdecken wir die Vielschichtigkeit ihrer Beobachtungen. Sie weigert sich, sich der stumpfsinnigen Stimmung des Schlaraffenlandes der Konsumgesellschaft anzuschließen und lässt sich von dem trügerischen Bild dieses scheinbaren Friedens nicht täuschen. Ihre dichterische Gesinnung führt sie dazu, hinter den Schein der Welt zu blicken. Dabei sieht sie das Menetekel deutlich auf der Wand geschrieben.
In unseren Kaufparadiesen und Vergnügungsparks haben wir verlernt, die Deutung des Zeichens wahrzunehmen. Wir geben uns der Selbsttäuschung hin und halten die gepolsterte Welt, in der wir uns bewegen, für die Wirklichkeit an sich.

Michael Touma unterstreicht mit Schwarz-Weiß-Grafiken aus Stadtlandschaften, Schriftzeichen und abstrakten Formen die Gedankenassoziationen der Autorin.
Seine Grafiken betonen die Dramatik der Erzählung und geben den Rhythmus der Reise wieder.

Ingrid Hammer:
Als hätten sie ein Ziel. Leipzig: Toumaart 2006, 64 S.;
Preis 21,00 Euro (- - - )

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Rezension

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Dr. Walter Kiefl