Eine Leseprobe aus:
ZwischenZeit
(Michael Touma)
Anonym
Ich war unterwegs
am Rande der Stadt.
Der Wind blies zärtlich
in mein Gesicht.
Es tat mir gut.
Schon lange wünschte ich mir,
befreit von Wünschen zu sein.
Das graue Licht der Dämmerung
erfüllte die Atmosphäre.
Mir war, als ob ich
in dieser Stunde
der Zeit entschlüpfte.
Ich hielt für eine Weile meinen Schritt an.
Die Gedanken lösten sich im Winde auf.
Bald erschienen am Himmel
die ersten Abendsterne.
Wie im Traum setzte ich meinen Gang
auf dem erdigen Weg fort.
Mein Blick fiel auf einen Stein.
Ein längst schlummernder Hauch
erwachte in mir.
Befreit von Wünschen,
schaute ich den stummen Stein an.
Warum habe ich solche Angst
ANONYM zu sein.
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