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Lesezeichen

Autor:
Johanna Gerlinde Lenz
Verlag:
Fabuloso Verlag, Bilshausen
Erscheinungsjahr:
Sonstiges:

Taschenbuch
118 Seiten
Preis 11,00 €
ISBN 978-3-935912-30-3

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Oder direkt beim Autor.
Leseprobe
Einsamkeit

Regennasses Laub auf knorrigen Ästen
einer tausendjährigen Eiche
vom Herbstwind verwirbelt.
Träume aus einem anderen Zeitalter
tauchen empor aus Versunkenheit
Eisverkrustet von Winterkälte.
Die Bilder tanzen
zerfließen in Unendlichkeit
und bilden neue Muster.
Kaleidoskop des Lebens.
Ein Hauch von Ewigkeit
streift das Herz und du weißt
wenn du dich jetzt fallen läßt
wirst du vergehen
verglühen wie ein Meteor
in den dunklen Weiten des Alls.
Wo ist die Hand, die Hilfe gibt
wo der Arm, der dich einst beschützt?
Die Antwort weiß die Eiche.
Höre das Wispern der Blätter
laß dein Herz reiten
auf dem ersten Sonnenstrahl des Morgens
und du fühlst wieder Leben.
Alles beginnt von vorn.
Rezension

Klappentext

Lesezeichen
liegen in Büchern und markieren die Pausen.
Der Leser kann einen abgerissenen Zeitungsrand, einen Wollfaden, einen Strohhalm oder ein leeres Blatt Papier als Merkzeichen einlegen, aber schöner ist es doch, wenn darauf etwas zu betrachten ist.
Johanna Gerlinde Lenz hatte seit Jahren kurze Gedichte und knappe Zeichnungen auf schmale pastellfarbige Kartonstreifen geschrieben und sie bei Bücherfesten als Lesezeichen verschenkt oder in Büchereien ausgelegt.
Kürzlich regte eine Kollegin an, diese Blätter zu einem Buch zusammenzufassen.
Die Autorin griff die Idee auf und ergänzte die Arbeiten mit einzelnen Strophen oder Sequenzen aus längeren Gedichten. Auslassungen sind mit drei Punkten gekennzeichnet.
Die den Gedichten zugeordneten Zeichnungen, ausgewählt aus dem Skizzenberg vieler Jahre, sind unterschiedlich in ihrer Entstehung und Wirkung. Einige sind mit Bleistift, andere mit Faserschreiber gearbeitet, manche naturnah, andere abstrakt gestaltet.
In den ersten drei Kapiteln des vorliegenden Bändchens sind die Arbeiten thematisch zusammengestellt. Das vierte Kapitel bestimmen formale Gesichtspunkte. Die Gedichte sind hier in Anlehnung an die japanischen Formen des Tanka und Haiku entstanden.