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Blaue Jungs! Grüne Jungs?

Autor:
Gudrun Strüber
Verlag:
Fabuloso Verlag, Bilshausen
Erscheinungsjahr:
2002 nur noch als E-Book erhältlich
Sonstiges:

192 Seiten
Preis 4,99 €
ISBN 978-3-945346-56-3 mobi
ISBN 978-3-945346-57-0e-pub

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Oder direkt beim Autor.
Leseprobe
Vorwort

Auf den Seiten dieses Buches steht keine erfundene Geschichte. Es wird auf ihnen wahrheitsgemäß von der Sehnsucht nach Leben und Freiheit berichtet und dem großen Ziel eines jungen Mannes, die Welt kennenzulernen.
Es wird aber auch berichtet von der schrecklichen Fehlleitung einer ganzen Generation und daß diese jungen Leute trotz allem die Lust am Leben und Weiterleben nicht verlieren.
Natürlich ist nach über fünfzig Jahren die Frage nach der Zuverlässigkeit der Erinnerung zu stellen. Manchmal versagt das Gedächtnis aus uns unbekannten Gründen. Das bezieht sich jedoch auf kleine Ereignisse. Die Reihenfolge des Geschehens kann fast lückenlos durch Originaldokumente belegt und für die großen Begebenheiten konnten fast immer noch mehrere Zeitzeugen befragt werden. Die dokumentarischen Texte der vorliegenden Arbeit, der Bericht der US Marine-Abteilung vom November 1943, die Wehrmachtsberichte und die Kommentare von U-Boot Kameraden, werden durch eine schreibmaschinenähnliche Schrift deutlich gemacht. Diese Texte zeigen Hintergründe auf und geben Hinweise auf das Geschehen aus anderer Sicht.
Die Briefe der jungen Frau wurden in Schreibschrift wiedergegeben, damit der persönliche Charakter erhalten bleibt. Damit dem Leser die vergehende Zeit bewusst werden kann, auch ungekürzt.
Wer diesen Bericht nun liest, kann feststellen, daß hinter dem U-Boots Bericht auch noch eine andere Geschichte existiert. Da ich durch meine Matriarchatsforschung gewohnt bin, hinter die Dinge zu sehen, habe ich diese andere Seite beim Niederschreiben des Textes entdeckt.
Diese andere Ebene der Wirklichkeit hat mit dem Leben des Mannes Fritz Wagenführ und seiner Frau Elsbeth zu tun und sagt uns viel über die festgefügte Gesellschaftsordnung jener Zeit, in die die beiden hineingeboren wurden und wie es geschehen konnte, daß alles irgendwann einmal nicht mehr gültig war.
Das einseitige, männliche Prinzip zerbricht. Zum Überleben im Chaos ist anderes nötig. Dieses andere hat der “blaue Junge” Fritz dann spät aber doch endlich gefunden.
Rezension

Klappentext

Der Maschinen-Maat (Zentrale-Maat) Fritz Wagenführ, geb. 18.04.1920 in Hessen, Kreis Halberstadt, berichtete seiner Tochter Gudrun in vielen langen Gesprächen über seine Jugendzeit und seine U-Bootfahrten.
Aus den Notizen dieser Gespräche entstand die vorliegende historische Dokumentation mit Originaldokumenten und Bildern aus seiner U-Boot-Geschichte, so wie mit Fotos und Dokumenten aus der Zeit von 1937 bis 1949.
Ergänzt wird die Biographie durch die Briefe seiner Ehefrau Elsbeth, die sie damals nicht absenden durfte.
An viele vergessene Ereignisse wurde der Erzähler bei der Sichtung des umfangreichen Materials wieder erinnert. Diese Art der Vergangenheitsbewältigung war für beide, den Erzähler und die Zuhörerin, ein intensives Erlebnis.
Das Buch sollte die Frage beantworten: „Warum habt ihr mitgemacht?” Es gibt diese Antwort nicht, sondern jeder Leser kann sich nach der Lektüre der aufgeschriebenen Berichte seine eigenen Gedanken machen.