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Guter Rat ist preiswert

Autor:
Dr. Walter Kiefl Martina Mathes
Verlag:
MentaLibre, München
Erscheinungsjahr:
2009
Sonstiges:

Taschenbuch
102 Seiten
Preis 7,50 €
ISBN 978-3940223-04-3

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Oder direkt beim Autor.
Leseprobe
Kurze Geschichte der Peter-Pelikan-Elternbriefe

Elternbriefe stammen ursprünglich aus den USA und wurden zuerst in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Bundesstaat Louisiana entwickelt. Beabsichtigt war, jungen Eltern, die zum ersten Mal Nachwuchs erwarteten, Grundkenntnisse insbesondere über die psychische Entwicklung des Kindes zu vermitteln und sie bei ihrer Erziehungsaufgabe mit fachkundigem Rat zu unterstützen. Dahinter stand auch die Hoffnung, auf diese Weise einen Beitrag zur besseren Persönlichkeitsentwicklung zukünftiger Generationen zu leisten. Nicht zuletzt die Erfahrungen aus den beiden Weltkriegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten das Ausmaß des destruktiven menschlichen Potentials und damit die Wichtigkeit einer bewussten, liebevollen und an den Bedürfnissen von Eltern und Kindern ausgerichteten Erziehung deutlich gemacht.

Da alle Eltern (*2) mit den Briefen versorgt werden sollten, war es notwendig, sie in einer unabhängig vom Bildungsstand und der ethnischen Herkunft verständlichen Weise abzufassen, d.h. weder sollten Eltern mit höherer formaler Bildung gelangweilt noch wenig lesegeübte Eltern überfordert werden. Da aber sozial und bildungsmäßig benachteiligte Familien aufgrund ihrer besonderen Probleme (größere Arbeitsplatzunsicherheit, niedrigere Einkommen, schwierige Wohnverhältnisse, mehr ungewollte Schwangerschaften usw.) am häufigsten Schwierigkeiten damit haben, ihren Kindern die notwendige Zeit und Aufmerksamkeit zu geben, wurde das Augenmerk vor allem auf diese Zielgruppe gerichtet.

Dem diente auch das Konzept, die jeweiligen Themen in Briefform zu verfassen und einzeln in kurzen Abständen zu versenden. In Anbetracht der oft begrenzten Lesebereitschaft hatten sich die Informationen dabei auf Wesentliches zu beschränken. Dazu gehört auch, dass immer nur auf die gerade aktuelle Entwicklungsphase des Kindes (z.B. Abstillen, Krabbelalter, Trotzalter) Bezug genommen wird. Da die Entwicklungsschritte eines Kleinkindes zunächst besonders rasch erfolgen, wurden die Briefe im ersten Jahr monatlich versandt. Danach wurden die zeitlichen Abstände immer größer.

Hauptanliegen der Briefe war (und ist) es, die Eltern zeitnah auf neue Situationen und Anforderungen vorzubereiten und sie für eventuell auftauchende Fragen zu sensibilisieren, d.h., die Briefe sollten präventiv wirken.

Um den der Zielsetzung mitunter abträglichen Eindruck einer Bevormundung zu vermeiden, wurde die Figur des „Peter Pelikan“ eingeführt (*3). Die Wahl fiel darauf, um auf die Herkunft der Briefe hinzuweisen (der Bundesstaat Louisiana führt auf seinem Siegel und auf seiner Flagge einen Pelikan mit Jungen) zum Anderen, weil dem Pelikan nachgesagt wird, seinen Nachwuchs besonders liebevoll zu versorgen (*4).
Rezension

Klappentext

Peter-Pelikan Elternbriefe in Deutschland

Walter Kiefl / Martina Mathes
Seit fast 50 Jahren gibt es auch in Deutschland die vielfach bewährten Peter-Pelikan Elternbriefe als Mittel der Familienbildung. Die Broschüre informiert über Zielsetzung und Inhalte der Briefe, über ihre Resonanz bei Eltern und Experten sowie über die Arbeit des Peter-Pelikan e.V.